Liebe Katzen, liebe Kater! Liebe Menschen!
Purrrr … hier spricht Doc Michel, Geheimagent 007Dreiviertel, live aus der intergalaktischen Sternenzentrale!
Heute habe ich zwei ganz besondere schwarze Agentenkollegen für euch: Milo und Ernesto! Zwei kanarische Herzensbrecher, die nicht nur eine ordentliche Portion Schabernack im Gepäck haben, sondern auch eine Geschichte über Mut, Hoffnung, große Katzenliebe und ein kleines Wunder. Und ich verrate euch: Einer der beiden hat sogar eine ziemlich schwierige Geheimmission namens FIP erfolgreich gemeistert!
Außerdem muss ich eine höchst geheime Mitteilung machen: Dies ist unser allerletztes Interview! Die Oberste Sternenbehörde hat mich nämlich zum Generaldirektor für kosmische Schnurrangelegenheiten befördert. Ab sofort bin ich für sämtliche Sternenkater, verirrte Regenbogenpfoten und die ordnungsgemäße Verteilung von Himmelsleckerlis zuständig. Ein Fulltime-Flauschjob! Aber für diese beiden außergewöhnlichen Jungs nehme ich mir selbstverständlich noch einmal Zeit. Also, Antennen auf Empfang, Schnurrmotoren an – Vorhang auf für Milo und Ernesto!
Euer Doc Michel, Geheimagent 007Dreiviertel, demnächst außerirdisch unabkömmlich. Purrrrr!


Hola chicos! Es freut mich, euch kennenzulernen. Ich hab grad durch euren Insta-Account gescrollt, aber ich bin verwirrt. Da gibt es so viele Katzen. Manche sind schon in der anderen Galaxie – im Michel-Land, wie ich es nenne, aber ihr zwei seid noch in meiner Welt. Könnt ihr euch mal vorstellen? Wer seid ihr? Wie seid ihr von Spanien nach Deutschland gekommen? Startest du, Milo?


Hola Lauserin Lucy! Ich bin Milo, eigentlich Milagrito, und das ist mein Bruder Ernesto. Wir sind zwei schwarze Jungs mit spanischen Wurzeln, die von Gran Canaria nach Deutschland adoptiert wurden. Unsere Meowmy hatte uns schon auf Instagram entdeckt, als wir noch auf der Suche nach unserem Für-immer-Zuhause waren. Tja, und irgendwann hat sie uns einfach ihr Herz und ihr Zuhause geschenkt. Seitdem mischen wir hier gemeinsam die Bude auf!

Ernesto!!! Ich hab gelesen, du bist nachts mit einer Geschenketüte ins Schlafzimmer gewackelt, und der Gutschein lag einfach daneben! 😹 Wie bist du bitte in die Henkel gekommen?? Und was habt ihr zwei sonst noch so heimlich durchs Haus geschleppt? Ich will ALLES wissen! 🛍️💥


Also bitte, Lilli!
Die Tüte war herrenlos, und ich bin nun mal ein hilfsbereiter Kater. Henkel geschnappt, Kopf durch und losmarschiert! Dass der Gutschein unterwegs rausgefallen ist, war natürlich nicht geplant. Was wir sonst noch durchs Haus schleppen? Ähm … nächste Frage!

Ach, meine Lieben. Ihr seid auf einer Insel geboren, wo die Sonne offenbar zum Inventar gehört, und lebt jetzt in einem Land, in dem man den Sommer gelegentlich verpasst, wenn man kurz schläft. Was ist für euch eigentlich Heimat? Der Ort, an dem man geboren wurde, oder der Ort, an dem der Napf zuverlässig gefüllt wird?

Lieber Herr Rossi, Gran Canaria war unser Anfang, aber Heimat ist da, wo unsere Pawrents sind, die Näpfe klappern und wir unser Unwesen treiben dürfen. Auch wenn die Sonne hier manchmal echt zu wünschen übrig lässt.
Wie ich gesehen habe, hattest du, Ernesto, FIP und eure Meowmy hat dich liebevoll gepflegt, Spritzen und Tabletten gegeben – so lange, bis du wieder fit warst! Das ist eine enorme Leistung! Wie ist das alles gelaufen? Wann hat man herausgefunden, dass du krank warst und wann durftest du dann nach Deutschland?


Ach, Lauserin Lucy, dann erzähle ich dir mal meine/unsere Geschichte. Wir wurden im Frühjahr 2025 mit unserer Mama und zwei Geschwistern in einer Industriehalle auf Gran Canaria gefunden. Unsere Meowmy hatte uns da längst auf der Tierschutzseite der @canarigatos entdeckt und uns sogar schon einen Namen gegeben, ohne zu ahnen, dass wir irgendwann ihre eigenen Jungs werden würden. Am 26. Oktober 2025 sollten wir endlich nach Deutschland fliegen. Doch ausgerechnet am Abflugtag ging es mir plötzlich richtig schlecht. Ab in die Klinik, hieß es dann: Flugverbot! Wenige Tage später stand fest: Ich habe FIP. Meine Behandlung begann noch auf Gran Canaria. Mein Bruder Milagrito durfte am 10. November schon allein nach Deutschland fliegen. Ich musste erst einmal gesund werden. Unsere Meowmy führte meine Behandlung hier in Deutschland weiter, und am 4. Januar 2026 war es endlich so weit: Ich durfte nachkommen! Endlich waren wir Brüder wieder vereint. Und heute? FIP ist Geschichte. Ich gelte als geheilt, und gemeinsam mit Milo halte ich unsere Meowmy auf Trab!
Ach, meine Lieben. Man hört, ihr bleibt bei mäßigem Wetter lieber drinnen und starrt eure Meowmy an. Das respektiere ich sehr. Was habt ihr bei diesen Studien bisher über Menschen herausgefunden? Und hat sie je bemerkt, dass sie beobachtet wird?


Na klar hat sie das bemerkt! Aber wir tun dann so, als würden wir aus dem Fenster schauen. Unsere Studien ergeben übrigens: Menschen öffnen ständig den Kühlschrank, ohne dass neues Futter drin ist. Sehr merkwürdig!

Seid ihr zwei Freigänger? Ich habe ein Video gesehen, wo ihr draußen Schlitten fahrt. Ziemlich cool, muss ich sagen! Mir selber ist Freigang enorm wichtig, aber ich weiß auch, dass jede Katze anders ist und nicht jeder von uns das braucht.


Noch nicht, liebe Lauserin Lucy! Wir haben im Garten 20-Meter-Leinen zur Verfügung und können ordentlich Frischluft schnuppern. Und die Schlittenfahrt im Januar? Tja, da hat unsere Meowmy wohl den Schlittenführerschein gemacht. Wir saßen in einer Wäschewanne und wurden durch den Schnee gezogen. Natürlich angeschnallt, äh, angeleint! Ob wir irgendwann ohne Leine unterwegs sein dürfen? Wer weiß … unsere Meowmy muss da erst noch ein paar Mutproben bestehen!
Ihr habt eigene Gartenstühle mit euren Namen drauf!!! In PINK!!! 😻🩷 Ich bin ein kleines bisschen neidisch, ich hab nur einen Apfelbaum. Sitzt jeder brav auf seinem Stuhl oder wird da geklaut? Und buddelt ihr auch im Garten? Ich helfe beim Graben immer mit, flupp, Erde überall! 🌱


Liebe Lilli, also bei uns herrscht Stuhlordnung! Jeder hat seinen eigenen pinken Thron mit Namen drauf. Geklaut wird höchstens mal ein Platz, wenn der andere gerade nicht hinschaut. Und Gartenarbeit? Da sind wir eher in der Abteilung Bauaufsicht. Besonders Ernesto kontrolliert ganz genau, was unser Pawpa da so treibt. Selber buddeln? Nee, nee, wir haben schließlich Personal!
Wer sind/waren die anderen Kater und Katzen, die auf eurem Account vorkommen? Könnt ihr sie kurz beschreiben?



Puh, Lauserin Lucy, jetzt wird’s ein bisschen emotional. Da waren Leo und Vico. Leo war 19 Jahre lang Meowmys treuer Weggefährte, ihr Kuschelbär und Seelenkater. Er hat sie fast sein ganzes Katzenleben lang begleitet und war einfach immer an ihrer Seite.
Und dann war da Vico, auch ein schwarzer Bub und aus dem gleichen Tierschutzverein, den @canarigatos, wie wir. Gerade mal vier Jahre jung und ein echter Herzens- und Seelenkater. So lieb, dass man manchmal dachte, da steckt ein kleiner Mensch in ihm. Er kuschelte sich mit ins Bett, drückte beim Einschlafen sein Köpfchen in Mamas Hand und blieb immer ganz in ihrer Nähe. Als er ganz plötzlich gehen musste, hat das Meowmys Herz in tausend Stücke gerissen.
Wir durften danach bei ihr einziehen und wieder ein bisschen Leben ins Haus bringen. Aber Leo und Vico kann man nicht ersetzen. Die beiden haben ihren festen Platz in Meowmys Herzen. Und wir passen jetzt mit auf sie auf.
Milo, du bist Einkaufshilfe, Badewanneninspektor UND du kannst Erdmännchen machen!! 🙀 Das ist ja mega-riesen-viel Talent für einen kleinen Kater! Welcher Job ist dein liebster? Und mal ehrlich, wer von euch beiden ist der größere Chaot? Herr Rossi sagt, das bin bei uns ich. Pfff. 😜🐾

Also, mein Lieblingsjob ist eindeutig die Qualitätskontrolle beim Pawpa! Vor allem, wenn er Joghurt isst. Da muss ich natürlich ganz genau hinschauen, ob er auch alles ordentlich auslöffelt. Und wer der größere Chaot ist? Ich sag mal so: Ernesto kontrolliert hier alles, als wäre er der Chef vom TÜV und ich sehe dabei einfach süß aus. Arbeitsteilung nennt man das!
Ach, meine Lieben,
es war mir eine Freude, mit euch zu schwatzen. Offenbar ist Heimat dort, wo die Näpfe klappern und die Pawrents sind. Von meinem Fensterbrett aus sieht man solche Dinge klarer.
Ein Dank gilt den @canarigatos. Ohne sie wären zwei schwarze Jungs aus einer Industriehalle auf Gran Canaria wohl nie zu Milo und Ernesto mit pinken Stühlen geworden. Wer einer Katze ein Für-immer-Zuhause schenken möchte, ist dort bestens aufgehoben.
Eure Studien über den Kühlschrank werde ich weiterverfolgen. Was lernt man daraus? Nun ja. Vermutlich nichts, das ein Mensch nicht schon wüsste und trotzdem wieder vergäße.
Mit einem höflichen Kopfnicken vom Fensterbrett
Euer Herr Rossi
P.S. Das mit dem Buddeln überlasst ihr ruhig Lilli. Rein wissenschaftlich betrachtet ist Personal dafür ohnehin die elegantere Lösung. 🐾
Fritz,Milagrito,Ernesto & Leo💫Vico💫 auf Insta:
Lauserin Lucy auf Insta:
Katzen Schwatzen auf Insta:
Purrrrr … Achtung, Achtung! Hier spricht Doc Michel, Geheimagent 007Dreiviertel, Oberster Sternenstaub-Kommissar und selbstverständlich wichtigste Persönlichkeit diesseits und jenseits der Milchstraße!
Heute melde ich mich zu einer ganz besonderen Mission. Einer, bei der sogar mein sonst so tadellos funktionierendes Geheimagentenherz ein wenig rumpelpumpert.
Unsere große Interviewreise geht zu Ende!
Jawohl, ihr habt richtig gehört. Dies war unser letztes Interview. Nicht etwa, weil mir die Fragen ausgegangen wären. Also bitte! Ein Kater meines Formats verfügt über einen nahezu unerschöpflichen Vorrat an genialen Einfällen.
Nein, nein! Die Oberste Sternenbehörde hat mich zum Leiter der Abteilung für intergalaktische Katzenangelegenheiten ernannt. Hier oben herrscht nämlich ein heilloses Durcheinander! Die Regenbogenpfoten brauchen Wolkenkissen, die Sternenkätzchen verlangen nach Mitternachtsleckerlis und irgendjemand hat den Großen Wagen in ein gigantisches Katzenklo verwandelt. Ihr seht, meine Dienste werden dringend benötigt! Aber bevor ich meine irdische Interviewabteilung endgültig schließe, muss ich etwas erledigen, das mir besonders am Herzen liegt.
Ich möchte DANKE sagen! Und zwar all den wundervollen Samtpfoten, die im Laufe der Zeit bei uns zu Gast waren. Da waren Pepe, Mozart und Strauss, Lucy, Percy, Lillis und Romi, Snuutje, Allois, Emmi, Pascha von den Schnurrpiraten, Murphy und Da Vinci sowie Woodstock. Rocky und Jeanny, Zazu und Simba, Millie und Lenny, Flora, Pila und Mogli, Selina, Lilly, Pablo und Caleb, Pauli und Doro sowie Maxi und Bella. Chilli, Liah und Luna, Señor und Dixie, Bandini und Bonnie, Paulchen, Superminkie, Gingin, Ella und Mia. Earnie und Smookie, Murmel und Gretel, die Canarigatos, Peppi, Charly, Buddy und Benny, Samira, unser Miechen, Paulina und Pepito. Pumba mit Oskar und Lilli, Motzi, Peach, Jupp, Kater Socke und Blaine. Manche waren sogar mehrmals bei uns! Und offenbar konnten einige gar nicht genug von unserer exquisiten Fragetechnik bekommen. Therapiekatze Minka, Glückskatze Prinzessin Leni, Sam, Miep und Pepper, Ninny, Prinzessin Franzi, Steffi, Carlo von My Cat and Little Monty, Alf, Luzie, Joshi und Peach, Frieda sowie Stanislaus und Paulchen. Mimi und Prue, Henry und Streuner, Kasi, Max und Carlo, Miro, Armani und Jinxy aus dem Tierschutzheim. Siegi, Wiesel, Poldi, Bacardi und Brudi Rudi, Felina, Leo und Toni, Fee und Schoki. Lucky und Luna, die uns sogar dreimal Rede und Antwort standen, Perserin Miezi, unsere echte Glückskatze, Maja, Akela und Alpha, Kater Findus, der menschenfreundliche Alf, Jens und Nud sowie Leo mit seiner bewegenden Hochwassergeschichte. Und schließlich Milo und Ernesto, unsere beiden schwarzen Herzensbrecher von Gran Canaria, die den letzten Ehrenplatz in unserem großen Interviewbuch einnehmen.
Puuuuurrrrr! Was für eine illustre Gesellschaft!
Wir haben gelacht, gestaunt, mitgefiebert und manchmal auch ein paar Tränchen verdrückt. Wir haben von mutigen kleinen Kämpfern gehört, von großen Abenteuern, wunderbaren Freundschaften und von Menschen, die ihre Katzen über alles lieben.
Jede einzelne Geschichte war besonders. Jede einzelne Pfote hat ihre Spuren hinterlassen. Und jetzt muss ich mich bei drei Persönlichkeiten bedanken, ohne die unsere Interviewmission niemals so wunderbar funktioniert hätte.
Zuerst natürlich bei meiner kleinen Freundin, Lilli vom Garten!
Ach, meine kleine Lilli! Du freche, vorwitzige, liebenswerte Wirbelwindkatze! Was habe ich von hier oben über deine Abenteuer geschmunzelt! Du hast dich mit einer Begeisterung auf unsere Interviewgäste gestürzt, dass mir gelegentlich die Sternenschnurrhaare zu Berge standen. Deine Fragen waren frech, manchmal herrlich unverschämt und immer voller Neugier. Und weißt du was, kleine Freundin? Ich bin mächtig stolz auf dich! Du hast das Zeug zu einer erstklassigen Geheimagentin. Vielleicht sogar zu meiner Nachfolgerin. Wobei wir über die Rangordnung noch einmal sprechen müssen. Schließlich bin und bleibe ich 007Dreiviertel! Pass gut auf dich auf, meine kleine Gartenprinzessin. Und wenn du nachts einen besonders hellen Stern funkeln siehst, dann zwinkert dir dein Michel zu. Versprochen!
Nun zu einem gewissen Herrn Rossi. Ach ja. Herr Rossi! Mein alter Lieblings-Feind! Mein ewiger Widersacher! Mein geschätztester Lieblingsgegner! Ich gebe es nur äußerst ungern zu, aber ohne dich wäre unsere Interviewabteilung um einiges langweiliger gewesen.
Mit deiner vornehmen Art, deinen klugen Fragen und diesem unerschütterlichen Glauben, der vernünftigste Kater weit und breit zu sein, hast du mich regelmäßig zur Weißglut gebracht. Also zumindest theoretisch. Hier oben bin ich ja inzwischen vollkommen sternenerleuchtet. Du hast die Interviewgäste mit deinem feinen Humor und deiner ruhigen Art zum Erzählen gebracht. Und manchmal, wirklich nur manchmal, musste sogar ich anerkennen, dass du eine ziemlich gute Frage gestellt hattest. Aber bilde dir bloß nichts darauf ein! Ich danke dir, mein alter Feind. Für deine Treue, deinen Verstand, deinen trockenen Humor und für all die kleinen Fehden, die unser Katzenleben so unterhaltsam gemacht haben.
Und eines sage ich dir: Nur weil ich jetzt in der Sternenzentrale residiere, bedeutet das noch lange nicht, dass du gewonnen hast! Unser Wettstreit ist lediglich in eine andere Dimension verlegt worden. Purrrr … Schachmatt, Herr Rossi!
Und nun zu unserer lieben Lauserin Lucy! Meine geschätzte Lucy, du warst das neugierige Herz unserer Interviewmission. Mit deinen Fragen hast du Türen zu Geschichten geöffnet, die wir sonst vielleicht niemals kennengelernt hätten. Du wolltest wissen, woher unsere Gäste kamen, welche Abenteuer sie erlebt hatten, was sie glücklich machte und welche kleinen Geheimnisse sich hinter ihren Schnurrhaaren verbargen. Du hast nachgefragt, zugehört und jedem unserer Gäste das Gefühl gegeben, etwas ganz Besonderes zu sein. Und dafür möchte ich dir von meinem Sternenherzen danken! Ohne dich und deine vielen wunderbaren Fragen wäre unser großes Interviewbuch niemals so prall gefüllt worden.
Du warst eine ausgezeichnete Chef-Fragestellerin. Und das ist, wohlgemerkt, ein offizielles Lob von Geheimagent 007Dreiviertel höchstpersönlich! Solche Auszeichnungen vergebe ich ausgesprochen selten.
Aber HALT! Beinahe hätte ich eine ganz besonders wichtige Persönlichkeit vergessen!
Auch unserer lieben Meowmy gebührt ein riesiges Dankeschön. Denn während wir Katzen uns mit wichtigen Dingen wie Fragenstellen, Nachdenken und gelegentlichem Unsinn beschäftigten, musste sie im Hintergrund alles organisieren, die Interviews zusammenstellen und dafür sorgen, dass unsere Gäste ihren großen Auftritt bekamen. Eine wahrlich heldenhafte Leistung! Dafür verleihe ich ihr hiermit den Goldenen Sternenorden für außergewöhnliche Geduld mit eigenwilligen Katzenpersönlichkeiten!
Und natürlich Lucys liebe Meowmy Silke! Hüterin der richtigen Buchstaben, Bezwingerin widerspenstiger Satzzeichen, Beistrich-Dompteurin und vermutlich die geduldigste Zweibeinerin im gesamten Katzenuniversum! Ach, liebe Silke! Was wäre unsere Interviewreihe bloß ohne dich gewesen? Nun, aus meiner Sicht selbstverständlich ein einziges grandioses Meisterwerk meiner unvergleichlichen Genialität. Aus deiner Sicht vermutlich eher eine mittelschwere intergalaktische Katastrophe an Buchstabentornados und Satzzeichen Rebellion!
Denn während ich hier oben die genialsten Texte der Katzengeschichte verfasste, musstest du unten auf der Erde regelmäßig die Ärmel hochkrempeln. Hier fehlte ein Name, dort hatte sich ein Buchstabe verirrt, ein Komma war auf geheimer Mission verschwunden und gelegentlich hatte ich vor lauter Genialität einen Satz so kunstvoll verdreht, dass selbst die Sternenbehörde kapituliert hätte. Und wer hat es wieder gerichtet? DU!
Unermüdlich hast du gelesen, geprüft, verbessert und korrigiert. Du hast darauf geachtet, dass alle Namen stimmten, die Geschichten richtig wiedergegeben wurden und kein Interview mit einem meiner berüchtigten Buchstabenexperimente veröffentlicht wurde. Während ich längst auf meiner Wolke lag und meine wohlverdiente Milchstraße schlürfte, hast du vermutlich noch den letzten Fehler aus meinen journalistischen Meisterwerken gepflückt. Wobei ich ausdrücklich festhalten möchte: Das waren natürlich keine Fehler! Das waren hochkomplexe, streng geheime Kreativcodes, die nur ein besonders begabter Mensch wie du entschlüsseln konnte. Purrrrr … na gut. Vielleicht war auch das eine oder andere echte Fehlerchen dabei.
Aber verratet das bloß nicht Herrn Rossi! Der würde sich vor Vergnügen die Pfoten reiben!
Meine liebe Silke, du hast im Hintergrund geschuftet, organisiert, korrigiert und immer wieder dafür gesorgt, dass aus meinen galaktischen Geistesblitzen wunderbare, lesbare Interviews wurden.
Und das alles mit einer Geduld, die selbst den Erzengel der Katzenkorrektur vor Neid erblassen ließe!
Deshalb verleihe ich dir hiermit feierlich den Goldenen Sternenorden mit gekreuzten Korrekturstiften für außergewöhnliche Verdienste um die Rettung meiner journalistischen Meisterwerke!
Aber jetzt einmal ganz ohne meine übliche Geheimagenten-Großspurigkeit: Danke, liebe Silke. Von meinem ganzen Sternenherzen. Für deine Zeit, deine Mühe, deine Geduld und die vielen Stunden Arbeit, die niemand gesehen hat. Du hast einen riesengroßen Anteil daran, dass unsere Interviewreihe etwas so Besonderes geworden ist. Und falls du nun erleichtert aufatmest, weil du endlich keine Michel-Fehler mehr ausbessern musst … Ähm … ich hätte da noch 347 streng geheime Sternenberichte, die dringend Korrektur gelesen werden müssten! Danke für deine Freundschaft und dass du unserer Meowmy bei manch einer schwierigen Mission immer zur Seite gestanden hast. Und da gab es so einige!
Und natürlich danke ich auch allen anderen lieben Meowmys, Pawpas und Menschen unserer Interviewgäste. Ihr habt euch Zeit genommen, eure Geschichten mit uns geteilt und uns an eurem Leben teilhaben lassen.
Manche Geschichten waren lustig, manche traurig, manche voller Hoffnung. Aber eines hatten sie alle gemeinsam: ganz viel Liebe.
Liebe, die nicht einfach verschwindet. Nicht, wenn ein Interview endet. Und auch nicht, wenn eine geliebte Samtpfote eines Tages über die Regenbogenbrücke wandert. Das weiß ich schließlich ganz besonders gut.
Denn hier oben, zwischen Sternenstaub und Wolkenkissen, sind Erinnerungen etwas sehr Kostbares.
Und so werde ich unser großes Interviewbuch mitnehmen. Ich werde es in meiner Sternenzentrale auf den Ehrenplatz neben meinem goldenen Futternapf legen. Und wenn ich einmal eine ruhige Minute habe, werde ich darin blättern und mich an euch alle erinnern.
An jeden frechen Blick, jede mutige Geschichte, jede kleine Katzenpersönlichkeit und an die wunderbaren Menschen dahinter.
Meine lieben Interviewgäste, meine kleine Freundin Lilli, mein alter Feind Herr Rossi, meine geschätzte Lauserin Lucy und natürlich unsere unermüdliche Silke: Es war mir eine außergewöhnliche Ehre, mit euch diese Interviewreise zu erleben!
Nun schließe ich mein Agentennotizbuch, stelle mein Sternenfunkgerät auf Empfang und widme mich meinen neuen galaktischen Aufgaben.
Aber denkt bloß nicht, dass ihr mich damit los seid!
Ein Geheimagent 007Dreiviertel verschwindet niemals ganz. Er wechselt lediglich seinen Beobachtungsposten.
Und wenn irgendwo ein Stern besonders frech funkelt, ein kleines Lüftchen eure Schnurrhaare kitzelt oder ihr plötzlich das Gefühl habt, jemand hätte heimlich aus eurer Futterschüssel genascht … Nun ja. Ich würde sagen: Fall gelöst! Macht es gut, ihr wunderbaren Fellnasen.
Bleibt neugierig, bleibt frech, passt aufeinander auf und vergesst niemals, dass jede Katze eine Geschichte hat, die es wert ist, erzählt zu werden.
Und an dich, liebe Silke, noch eine allerletzte Bitte: Falls du in diesem Abschiedstext einen Fehler findest, dann behalte ihn doch einfach als kleines Andenken an mich!
Mission Interview: erfolgreich abgeschlossen!
Euer für immer unersetzlicher
Doc Michel
Geheimagent 007Dreiviertel
Oberster Sternenstaub-Kommissar,
Chef aller himmlischen Geheimmissionen
und Freund einer ganz außergewöhnlichen Katzenbande.
Purrrrr … Ende der Durchsage.
Aber niemals Ende der Erinnerung.