KiezMiez beim Kaffee

Über Kleo aka KiezMiez, AKA Michel, AKA Doc Michel, AKA Geheimakent 007/Dreiviertel

Liebe Katzen und liebe Kater, liebe Menschen,

 

Doc Michel meldet sich. Aus der Zwischenwelt, versteht sich, wo sonst. Die Sterne haben mir gerade wieder zugeflüstert, dass es Zeit wird, meine Akte offenzulegen. Also gut, ihr Glücklichen, hört zu, denn diese Geschichte erzähle ich nicht jedem. 🌌

Bevor ich Michel wurde, bevor ich überhaupt jemand wurde, hieß ich Kleo. Ein Deckname, den mir das Tierheim gegeben hat, ohne zu wissen, wen sie da vor sich hatten. Dreizehn lange Jahre habe ich im Westerwald gelebt, bei meinen Menschen, und ich sage euch, das war eine gute Zeit. Bis der Menschenpapa zu den Sternen ging, lange bevor ich das selbst tat. Ich habe versucht, die Menschenmama zu trösten, mit allem, was ich hatte, aber manche Traurigkeit lässt sich nicht wegschnurren. Am Ende musste sie in ein großes Haus, wo Menschen versorgt werden, und ich in ein ähnliches, nur für uns Tiere. Dort ging es mir schlecht, sehr schlecht sogar, ich wollte nichts fressen, wurde dünn und struppig, und ich habe gehört, wie sie flüsterten, dass ein alter Kater wie ich schwer zu vermitteln sei. Das saß tief, das gebe ich zu, sogar ein Geheimagent hat Gefühle. 🌙

Dann kamen vier Beine, zwei mal zwei, wie es sich für eine ordentliche Rettung gehört. Zwei Tage später schon die stinkende Blechbox, die Fahrt, und ein neues Zuhause, in dem bereits ein gewisser Herr Rossi wartete, mäßig begeistert, wie er das eben so macht. Beste Freunde sind wir bis heute nicht, aber wir haben gelernt, uns die Fensterbretter zu teilen, was für ihn schon eine große Geste ist. Ich habe dann fleißig bei meiner Menschenmama mitgearbeitet, ihr kennt sie, martina-macht-das.de, und durfte nach einem Praktikum bei Lauserin Lucy und Herrn Rossi fest ins Team. Instagram, meinen Senf dazu geben, Mamas Cappuccino heimlich testen, sicher ist sicher, das volle Programm.

Irgendwann wurde ich schwächer, ganz allmählich zuerst, dann schneller, als mir lieb war. Meine Nieren machten nicht mehr mit, das spürt man, das kann man nicht wegschnurren, und irgendwann tat einfach alles weh. Aber glaubt ja nicht, dass ich seitdem stiller wäre. Von hier oben sehe ich sowieso mehr, ich melde mich weiterhin, mische mit, und meine Fans wissen das natürlich längst. Ohne mich, das war schon damals so und ist jetzt erst richtig so, würde hier unten einiges einfach stillstehen. 🌟

Flausch-ferne Grüße aus der Zwischenwelt,
Euer Doc Michel, Geheimagent 007Dreiviertel

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